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Hier findest du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen:
CO₂Toleranz: Warum ist sie wichtig?
CO₂-Toleranz ist essenziell, da Kohlendioxid (CO₂) maßgeblich die Sauerstoffaufnahme im Gewebe steuert und nicht nur ein Abfallprodukt ist. Eine hohe Toleranz verbessert die sportliche Ausdauer, senkt das Stresslevel durch Aktivierung des Parasympathikus und steigert die mentale Klarheit. Sie verhindert schnelles, flaches Atmen und optimiert die Energieproduktion in den Zellen.
Warum ist eine hohe CO₂ Toleranz insbesondere für Sportler so wichtig?
Bei schneller Atmung sinkt der CO₂-Spiegel. Dies verschlechtert die Sauerstoffverwertung im Gewebe – trotz hoher Sauerstoffsättigung im Blut! Das bedeutet: Selbst wenn du genug Sauerstoff einatmest, kann dein Körper ihn nicht optimal nutzen, wenn der CO₂-Spiegel zu niedrig ist. (s. Bohr-Effekt)
Was ist der Bohr-Effekt?
Der Bohr-Effekt beschreibt, dass Hämoglobin im Blut den Sauerstoff nur dann effizient an die Muskeln abgibt, wenn genug Kohlendioxid vorhanden ist. Mit ansteigender CO₂-Konzentration bindet Hämoglobin Sauerstoff schwächer und gibt ihn ab.
Was ist der Unterschied zur Schlaf-Apnoe?
Schlafapnoe sind nächtliche Atemaussetzer, die unkontrolliert, unbewusst und wiederholt hunderte Male pro Nacht auftreten können. Das bewusste Anhalten der Luft hingegen ist nicht gefährlich, da es eine Handlung des wachen Körpers ist, die physiologischen Regeln folgt.
Der entscheidende Unterschied: Bei der Schlafapnoe ist der Körper dem Aussetzer schutzlos ausgeliefert, während man beim bewussten Luftanhalten wach ist und der Körper den Prozess kontrolliert.
Warum atmen wir bei APNOAE nur durch die Nase ein?
Weil die Nasenatmung der physiologisch korrekte Atemweg ist. Er reinigt die Luft, erwärmt und befeuchtet sie, bevor sie die Lunge erreicht.
Was ist NO?
NO ist Stickstoffmonoxid, das bei der Nasenatmung in den Nebenhöhlen freigesetzt wird. Es spielt eine entscheidende Rolle bei der Optimierung der Atemfunktion. Es wird mit der Atemluft in die Lunge transportiert und sorgt dort dafür, dass sich die Blutgefäße erweitern. Dies ermöglicht eine bessere Durchblutung der Lunge und eine effizientere Sauerstoffaufnahme ins Blut. Es hat zudem eine desinfizierende Wirkung und hilft, Bakterien, Viren und Pilze in den Atemwegen abzutöten, bevor sie tiefer in den Körper eindringen können.
Wieso soll ich beim Sport durch die Nase atmen?
Bei Belastung verlangt der Körper durch die Anstrengung nach mehr Sauerstoff. Das verleiht dazu durch den Mund zu atmen, da durch den Mund kann ein größeres Atemvolumen transportiert werden kann. Es kann im Vergleich zur Nasenatmung mehr Luft in gleicher Zeit ein und ausgeatmet werden.
Dennoch gilt:
"Atme so viel durch den Mund, wie du durch die Nase isst!"
Mundatmung fühlt sich zwar leichter an, da mehr Luft ein- und ausgeatmet wird, aber mehr eingeatmeter Sauerstoff bedeutet gleichzeitig einen niedrigeren CO₂ Gehalt im Blut. Dies signalisiert dem Atemzentrum, dass zu wenig Sauerstoff im Körper ist. Es kommt zum Teufelskreis: Die Atmung wird infolgedessen weiter erhöht und der CO₂ Gehalt bleibt niedrig.
Es kommt zur Hyperventilation:
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Schwindel und Ohnmacht: Durch den CO₂ -Mangel verengen sich die Blutgefäße, wodurch das Gehirn schlechter durchblutet wird. Dies kann zu Schwindel, Benommenheit oder in extremen Fällen zu Ohnmacht führen.
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Kribbeln und Muskelkrämpfe: Ein Absinken des CO₂-Spiegels kann Kribbeln (besonders um den Mund oder in den Händen) sowie Muskelverkrampfungen verursachen.
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Kurzatmigkeit und Leistungsabfall: Entgegen der Annahme, mehr Luft sei besser, führt übermäßiges Einatmen dazu, dass man sich "außer Atem" fühlt, da der Körper nicht genügend Sauerstoff in das Gewebe abgeben kann.
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Belastungsasthma/Reizhusten: Zu tiefes Einatmen durch den Mund – besonders bei kalter Luft – trocknet die Atemwege aus und kann zu Husten oder Belastungsasthma führen.
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Postpressorische Bradykardie (bei Pressatmung): Wenn "zu viel einatmen" in Pressatmung (Luftanhalten bei Anstrengung) übergeht, entsteht ein hoher Druck im Brustkorb. Nach dem Lösen des Drucks kann es zu einem starken Vagusreiz, plötzlichem Abfall der Herzfrequenz und Ohnmacht
Wie kann ich mit Störfaktoren umgehen?
Ruhig bleiben zu können im "Sturm des Lebens" gelingt durch Akzeptanz der Situation. Um störende Faktoren während der Session tolerieren zu können, hilft es, die eigene Haltung von "störend" zu "neutral" wahrgenommen zu verändern. Versuche Lärm oder Bodenerschütterungen nicht als Hindernis zu sehen, sondern als Teil des gegenwärtigen Moments.
Hier sind konkrete Ansätze, wie du dich darauf einlassen kannst:
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Störfaktoren integrieren: Betrachte Geräusche als neutrale Klänge, die kommen und gehen, ohne sie als "nervig" zu bewerten. Wenn der Boden bebt, nimm das Gefühl wahr, ohne es zu bewerten ("Da ist wieder ein Beben", statt "Das nervt, ich kann mich nicht entspannen." Fühle, wie die Erschütterung durch deinen Körper wandert. Das kann eine Form der "Erdung" sein, selbst wenn die Erde bebt.).
*Vermeide das Tragen von Gehörschutz während der Session. Das ist kontraproduktiv, da es die Empfindlichkeit erhöht.
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Fokus und Gleichmut: Konzentriere dich fest auf deinen Atem. Wenn ein lautes Geräusch oder eine Bodenerschütterung auftaucht, nimm es wahr, ohne deinen Fokus zu verlieren. Kehre immer wieder zu deiner Atmung zurück.
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Nicht bewerten: Oft ist nicht der Lärm selbst das Problem, sondern die innere Bewertung ("das darf nicht sein", "ich will Stille"). Versuche zu erkennen: "Da ist ein Geräusch, (da ist ein Störfaktor) und da ist mein Ärger darüber". Und dann lass beides los.
Das Ziel ist, zu lernen, den Geist auch dann ruhig zu halten, wenn die Sinne äußere Störungen wahrnehmen.
Was ist die CP?
Die Kontrollpause (CP) dient der Beurteilung deines Atemmusters.*
Die Messung basiert darauf, wie lange du nach dem Ausatmen die Luft anhalten kannst und hilft dir die Fortschritte deiner Kohlendioxidschwelle zu messen.
Beträgt deine CP weniger als 25 Sekunden, deutet dies darauf hin, dass deine Atmung verbesserungsfähig ist.
Menschen mit einer geringen CP (unter 15 Sekunden) atmen typischerweise schneller, unregelmäßig, in den oberen Brustkorb und haben oft das Gefühl, nicht tief durchatmen zu können. Beispielsweise werden Personne mit Asthma, Rhinitis, hohem Stress oder Angstzuständen weiterhin Symptome verspüren, solange ihre Kontrollpause weniger als 20 Sekunden beträgt.
Die Messung der Atempause wird durch deine Empfindlichkeit gegenüber der Kohlendioxidansammlung im Blut beeinflusst. Mithilfe des APNOAE Trainings verringert sich deine Kohlendioxidempfindlichkeit, was dir wiederum ermöglicht, den Atem länger anzuhalten.
HInweis:
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Die CP dient lediglich der Messung deiner Atemanhaltedauer. Sie ist keine Übung zur Korrektur deiner Atmung.
*Bewertung des Atemstillstands bei Hyperkapnie als einfacher klinischer Test der respiratorischen Chemosensitivität. Stanley, NN, Cunningham, EL, Altose, MD, Kelsen, SG, Levinson, RS und Cherniack, NS (1975). Thorax, 30, 337–343.
Ist meine CP gut?
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Schlecht: Weniger als 15 Sek
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Verbesserungspotenzial: Zwischen 15 und 25 Sek
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Gut: Über 25 Sek
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Großartig: 40+ Sek
Eur J Appl Physiol. 2005 Okt;95(2-3):172-8. Epub 2005 Jul 9. Zusammenhang zwischen Atemanhaltedauer und körperlicher Leistungsfähigkeit bei Patienten mit Mukoviszidose. Barnai M, Laki I, Gyurkovits K, Angyan L, Horvath G.
Was ist ein guter SpO2-Wert?
APNOAE dient zur Steigerung der CO2-Toleranz und hat nicht das Ziel, die Sauerstoffsättigung (SpO2) möglichst weit absinken zu lassen. Eine gute CO2-Toleranz wird durch sanftes Training erreicht, bei dem der SpO2-Wert idealerweise im Bereich von 92 % bis 94 % verweilt, während man ein leichtes, kontrolliertes Verlangen zu atmen („Air Hunger“) spürt. Ein rasanter Abfall des Sauerstoffs unter 90 % ist für das Training der Toleranz nicht erforderlich. Das Bedürfnis zu atmen entsteht durch steigendes Kohlendioxid, nicht durch Sauerstoffmangel. Das APNOAE Training zielt darauf ab, dieses Signal zu tolerieren, ohne panisch zu werden.
Warum wird mir beim Training plötzlich warm, obwohl ich mich nicht bewege?
Dass dir bei APNOAE warm wird, ist eine häufige und völlig normale Reaktion deines Körpers. Dies liegt vor allem an der verbesserten Durchblutung und der gesteigerten Energieproduktion.
Hier sind die Hauptgründe:
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Aktivierung des Stoffwechsels und der Muskeln: Bewusste Atemübungen (besonders tiefe Bauchatmung) aktivieren die Atemmuskulatur und den gesamten Kreislauf. Das führt zu einer besseren Sauerstoffversorgung der Zellen, was Energie freisetzt und Wärme erzeugt.
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Verbesserte Durchblutung: Durch tiefes Atmen entspannen sich oft Muskelverspannungen, was den Blutfluss verbessert. Ein besser durchbluteter Körper fühlt sich wärmer an.
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Stärkere Sauerstoffaufnahme: Tiefes Ein- und Ausatmen erhöht die Sauerstoffsättigung im Blut, was den Stoffwechsel ankurbelt und Hitzeempfindungen auslösen kann.
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Stressabbau: Atemübungen aktivieren den Parasympathikus (den Teil des Nervensystems, der für Ruhe zuständig ist). Wenn der Körper von Anspannung auf Entspannung umschaltet, weiten sich die Blutgefäße, was oft zu einem Wärmegefühl führt.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Dein Körper arbeitet effektiver, was die innere Temperatur leicht ansteigen lässt.
Warum verspüre ich während der Session den Drang einschlafen zu wollen?
Der Drang, bei APNOAE einschlafen zu wollen, ist eine sehr häufige Reaktion und in der Regel ein Zeichen dafür, dass die Übungen genau das tun, was sie sollen: Dein Nervensystem beruhigen.
Hier sind die Hauptgründe, warum du müde wirst:
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Aktivierung des Parasympathikus: Die bewusste, langsame Atmung bei APNOAE aktiviert den Parasympathikus – den Teil deines Nervensystems, der für „Ruhe und Verdauung“ (Rest and Digest) zuständig ist. Dies senkt Herzfrequenz, Blutdruck und Cortisolspiegel (Stresshormone), was dem Gehirn signalisiert, dass es Zeit zum Ausruhen ist.
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Entspannung von "Tired but Wired": Wenn du viel Stress hast, bist du oft erschöpft, aber mental wach (Tired but Wired). Durch die Atmung entspannt sich der Körper so schnell, dass die Erschöpfung plötzlich spürbar wird.
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Vagusnerv-Stimulation: Tiefes Zwerchfellatmen stimuliert den Vagusnerv, was eine tiefe Entspannung und Entschleunigung im Körper auslöst.
Ist das ein Problem?
Normalerweise nicht. Es ist ein Zeichen dafür, dass du entspannst.
Wenn du dich nach der Session erfrischt und ausgeglichen fühlst, ist alles in Ordnung.
Hinweis: Wenn die Müdigkeit aber extrem ist oder du tagsüber exzessiven Schlafdrang hast, könnte dies auch auf schlafbezogene Atmungsstörungen hindeuten.
Hinweis: Diese Aussagen dienen lediglich Informationszwecken. Für medizinische Beratung oder eine Diagnose solltest du dich an einen Facharzt wenden.
Warum verspüre ich zum Ende der APNOAE Session weniger Verlangen einatmen zu wollen?
Das Ausbleiben des Verlangens, einzuatmen, während APNOAE ist ein Zeichen dafür, dass du deine CO₂-Toleranz erhöht hast und dein Körper effizienter mit Sauerstoff umgeht. Das Gefühl der Atemnot wird primär durch den Anstieg von Kohlendioxid im Blut ausgelöst, nicht durch einen Mangel an Sauerstoff.
Hier sind die Hauptgründe, warum du dieses Gefühl verspürst:
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Höhere CO₂-Toleranz: Durch regelmäßige APNOAE-Session gewöhnt sich das Atemzentrum im Gehirn daran, auch bei leicht erhöhten CO₂-Werten im Blut ruhig zu bleiben, anstatt sofort den Reflex zum Einatmen auszulösen.
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Bessere Sauerstoffnutzung (Bohr-Effekt): Wenn du ruhig atmest, sinkt der CO₂-Spiegel nicht zu stark. Ein gewisses Maß an CO₂ ist notwendig, damit der Sauerstoff vom Blut in die Zellen abgegeben werden kann (Bohr-Effekt). Dein Körper ist entspannter und braucht weniger Sauerstoff.
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Aktivierung des Parasympathikus: Die tiefe, langsame Atmung (besonders das Ausatmen) aktiviert den Vagusnerv. Dieser signalisiert dem Körper "Sicherheit" und reduziert den Drang nach hektischem Luftholen, der oft durch Stress entsteht.
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Vermeidung von Überatmen: Viele Menschen atmen im Alltag zu viel. APNOAE hilft, dies zu korrigieren, wodurch das "Luftgier"-Gefühl verschwindet.